Justizministerium warnt vor Datenauswertung von Alexa, Siri & Co.

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Justizministerium warnt vor Datenauswertung von Alexa, Siri & Co.

Do 6. Jun 2019, 16:32



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Erst gestern habe ich berichtet, dass sich einige Politiker vorstellen könnten, dass man mit Hilfe von Alexa, Siri und dem Google Assistant wertvolle Informationen sammeln könnte, um Terror abzuwenden und die Justiz zu unterstützen.  

Justizministerium warnt jetzt vor Datenauswertung

Jetzt, einen Tag später, nach dem der Vorschlag der Innenminister öffentlich wurde, warnt nun das Justizministerium vor möglichen Folgen. So sagt Gerd Billen aus dem Justizministerium der Rheinischen Post: Die Strafverfolgungsbehörden müssten zwar auf der Höhe der Zeit sein, aber der Schutz der persönlichsten Lebensbereiche und die Freiheit jedes Beschuldigten, sich nicht selbst zu belasten, setzen Grenzen. Man ist sich aber auch einig. Dies ist erst der Beginn einer langen Diskussion. Die Vorteile der Datenerhebungen sind ja kaum von der Hand zu weisen. Dennoch muss natürlich auch auf die Privatsphäre eines jeden einzelnen geachtet werden. Die Innenminister Tagen vom 11.-14. Juni in Kiel auf der Sicherheitskonferenz. Ab dann wird es wohl weitere und auch konkretere Kurse geben, wie man dieses Thema in Zukunft angehen könnte. Auf jeden Fall ist es eine spannende und berechtigte Diskussion, die mit Sicherheit noch viel Diskussion und eine hitzige Debatte mit sich bringen wird! Wie steht ihr diesem Thema gegenüber? Quelle

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Bildquelle: siehe News-Artikel
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oggy
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Re: Justizministerium warnt vor Datenauswertung von Alexa, Siri & Co.

Di 11. Jun 2019, 12:58

ich glaube ja, dass sich die Herren Innenminister das zu einfach vorstellen.

Die Dinger sind doch keiner Person zu zuordnen.
- Man weiß nicht, wer hat das Gerät gekauft. --> keine Verifikation
- Man weiß nicht mit welchem Account die Dinger laufen. --> keine Verifikation
- Man weiß nicht wieviele Accounts auf den Kisten registriert sind.
- Man weiß nicht, ob sich der smarte Assistent auch wirklich an der angegebenen Adresse befindet.
- Man weiß nicht, wieviele von den Dingern im Haushalt stehen.

Ich glaube nicht, dass das "Abhören" so rechtssicher wird, wie die Herren sich das vorstellen. Bei Telefonanschlüssen, wird vorher verifiziert, wem der Anschluss gehört. Bei 'nem smarten Assistenten nicht.

... hinzu kommt, dass die Dinger nur ein Beiwerk zu smarten Heimen ist und nicht der Mittelpunkt eines Smarthomes. Wenn gerade eine Fehlerkennung vorliegt, ist man doch eh schon drauf getriggert, mal kurz still zu sein. Die Aufklärung von Verbrechen durch Smarte Assistenten dürfte sich in Promillebereich bewegen. Das Gesetz würde schädlicher sein als das es nützlich ist.
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