Blick über den Tellerrand: um welche Dinge ich Alexa-Nutzer beneide

Quelle: Amazon

 

Ungewöhnliches Beitragsbild für uns oder? Eigentlich wird ja hier nicht so viel über die „Konkurrenz“ geschrieben. Und trotzdem möchte ich den Release unzähliger neuer Echo Geräte vor ein paar Wochen zum Anlass nehmen, ein bisschen neidisch in das „andere Lager“ zu blicken.

 

Ich möchte hier keinen falschen Eindruck erwecken: ich bin mit dem Google Assistant sehr zufrieden und möchte auch wirklich nicht wechseln. Und doch verfolge ich News rund um Alexa und Echo bei unserem Partner ALEfo.de und bin dann hin und wieder neidisch auf das, was da kommt. Die Dinge, die ich am Meisten vermisse, habe ich hier einmal in einen Artikel gepackt:

 

 

Produktvielfalt

Quelle: Amazon

 

Eines fällt Jedem, der Technikblogs folgt immer wieder auf: Amazon wirft eine Menge Hardware mit integrierter Alexa auf den Markt. Während sicher nicht Jeder Alles davon braucht oder möchte, mag ich es generell, die Auswahl zu haben. Echo Input? Klasse Idee! Einen Subwoofer für den Echo: warum nicht? Eine smarte Uhr, Mikrowelle oder ein sprechender Fisch: wer’s haben will, kann es sich kaufen!

Während sicherlich nicht jedes Jahr eine neue Version des Echo und Echo Dot nötig wären, würde ich mir eine zweite Generation des Google Home wünschen. Natürlich landen neue Funktionen über die Cloud auf dem Gerät. Aber ich denke im Jahr 2019 könnte ein Google Home deutlich besser werden. Besserer Sound, bessere (oder mehr) Mikrophone oder eine bessere Touch-Bedienung wären sicher kein Hexenwerk und sind beim ersten Gerät einer völlig neuen Geräteklasse nunmal noch nicht perfekt. Hier wäre ich über ein Update durch Google sehr erfreut.

 

Der FireTV Stick

Quelle: Amazon

Der Google Assistant kann den Chromecast steuern und so Musik oder Filme auf dem „dummen“ Lautsprecher oder Fernseher starten. Sehr praktisch ohne Frage. Ich persönlich mag jedoch meinen FireTV Stick aus zwei Gründen: ich habe eine eigene Oberfläche auf dem TV und eine Fernbedienung. Das Starten per Smartphone finde ich einfach nicht so praktisch. Und außerdem wohne ich nicht allein und meine Freundin findet Sprachsteuerung sowieso nicht so genial wie ich und möchte den FireTV nicht hergeben.

 

Echo Connect

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Telefonieren über den Smart Speaker, indem man einen kleinen Kasten an die Telefondose ansteckt. Für mich ein echter Zugewinn. Leider gibt es so ein Zubehör für den Google Home nicht. Google geht hier andere Wege und bietet in den USA sogar eine native Telefonfunktion ganz ohne nötige Zusatzhardware. Klasse Sache, würde sie nur überall funktionieren. Wahrscheinlich aufgrund von nationalen Reglementierungen ist die Telefonfunktion hier noch nicht verfügbar. Als Kompromiss würde ich mir bis zum Release in Deutschland sehr gerne auch eine Extrakiste für den Google Home kaufen, die es mir ermöglicht einfach nebenbei per Sprache Mutti anzurufen.

 

Echo Buttons

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Die Alexa Buttons wurden als optionales Zubehör für kleine Rate- und Quizspiele eingeführt. Erst seit letzter Woche haben sie aber eine noch viel praktischere Funktion bekommen: sie können als Auslöser für Routinen genutzt werden. Mit einem Preis von 20€ für 2 Stück sind sie damit nun preiswerte Smart Home Schalter, mit denen Alexa Licht schalten oder einen Radiosender auf dem Echo starten kann. Ein vergleichbares Zubehör für den Google Home gibt es leider nicht.

 

Verschiedene wake words

Wahrscheinlich mein größtes Problem mit dem Google Assistant: Hey Google und Ok Google. Die Wortgruppen gehen eher schwierig von der Zunge und sind unnatürlich. Alexa, Cortana oder Siri sind als Namen einfach unglaublich viel natürlicher in den Satz einzubauen. Sogar verschiedene Optionen hat man auf dem Echo. Google dagegen wehrt sich vehement gegen einen „echten“ Namen des Google Assistant. Irgendwie auch verständlich, aber ich hoffe trotzdem, dass ich irgendwann auch Alternativen haben werde. Wenn man träumen darf: ein eigenes Wake Word wäre natürlich DAS Feature.

Flüstermodus

Baby sleeping
Quelle: Alexa Blog

Eine neue Funktion, die vor allem Personen schätzen werden, die nicht alleine wohnen. Alexa kann (zumindest auf Englisch) erkennen, wenn man sie flüsternd anspricht und antwortet dann ebenfalls flüsternd (hier ein Video als Demo). So muss man nicht darauf achten, dass die Lautstärke wirklich niedrig genug ist, bevor man Alexa anspricht. Man muss einfach nur Flüstern und die Anderen können beruhigt weiterschlafen. Das nenne ich wirklich smart!

 

Brief Mode

Eine Beschwerde, die Nutzer des Google Assistant öfters äußern: die Dame ist äußerst redselig. Will man Lichter schalten, bekommt man unweigerlich gesagt, wie viele Lichter eingeschaltet werden, auch wenn man den Effekt ja selbst sieht. Alexa sagt da immer nur „okay“, was ich deutlich angenehmer finde. Wem das noch zu viel ist, der kann sogar noch den Brief Mode aktivieren. Dann kommt gar keine gesprochene Antwort mehr, lediglich ein Bestätigungston wird abgespielt. Das würde ich persönlich wahrscheinlich nicht einmal brauchen, aber das einfache „okay“, hätte ich schon wirklich gerne.

 

Offline Befehle

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Die Sprachassistenten sind bisher immer nur so gut, wie eure Internetverbindung. Eure Anfrage wird hochgeladen, verarbeitet und die Antwort generiert. Das Resultat: sollte die Internetverbindung abbrechen, bekommt ihr keine Antwort und euer Smart Home muss wieder per Hand bedient werden. Alexa schafft da nun Abhilfe: einfache Smart Home Befehle – zum Beispiel zum Steuern des Lichts – sollen auf dem Echo Plus auch ohne Internetverbindung erkannt werden. So könnt ihr das Smart Home unabhängiger bedienen.

 

vorgelesene Erinnerungen

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Eher eine kleinere Sache: bekomme ich auf dem Google Home eine Erinnerung, sagt der Assistant nur „ich habe eine Erinnerung für Eric“.

Möchte ich auch wissen, wie die Erinnerung lautet, muss ich nachfragen oder auf das Handy sehen. Alexa sagt hier direkt den Inhalt an. Natürlich muss man da auch an Datenschutz denken, aber ich könnten damit gut leben.

 

 

Fazit: Hey Google, das möchte ich auch

Bei all diesen Features, die ich beim Google Assistant bisher noch nicht bekomme, bleibe ich dabei: ich verwende ihn weiterhin lieber. Auch der Google Assistant hat exklusive Features. Allerdings muss Google hier auch weiterhin noch gegenhalten und innovative Funktionen entwickeln. Außerdem erhoffe ich mir von der Konkurrenz zwischen den beiden Giganten auch, dass Funktionen abgekupfert werden und ich vielleicht das Ein oder Andere aus meiner Liste auch bald nutzen kann.

 

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